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Rasseportrait Golden Retriever |
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Woher kommen eigentlich die Retrieverrassen ?
Es gibt über den Ursprung der Retriever viele Geschichten, dass man gar nicht so recht weiß, ob es sich nun um Dichtung oder Wahrheit handelt. Fest steht allerdings, dass wir ihre gemeinsamen Vorfahren in Neufundland suchen müssen. Anfang des 19.Jahrhunderts bestand zwischen England und Neufundland ein reger Fischhandel. Das schlechte Wetter zwang die Seeleute häufig zu einem unfreiwilligen Aufenthalt in Neufundland und so blieb es nicht aus, dass sie die dort lebenden Hunderassen kennenlernten und bei der Arbeit beobachteten. Staunend konnten sie miterleben, wie diese Hunde selbst bei widrigsten Witterungsverhältnissen die Bootsleinen schwimmend an Land brachten und aus den Netzen gefallene Fische apportierten. |
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Die Fischer waren von diesen Hunden so begeistert, dass sie in den folgenden Jahren mehrere mit nach England brachten. Man kann somit sagen, dass diese Hunde die Zuchtbasis aller auf dem britischen Kontinent entwickelten Retrieverrassen darstellten. Dazu zählen der Golden Retriever, der Labrador Retriever, der Flatcoated Retriever sowie der Curly-coated Retriever.
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Den Golden Retriever möchten wir Euch nun ein wenig näher bringen:
1865 gelangte ein gelber Wavy - oated- Rüde namens "Nous" in den Besitz von Lord Tweedmouth von England. Es gilt als sicher, dass er "Nous" von einem Schuhmacher aus Brighton kaufte, nachdem ihn dieser von einem Wildhüter zur Begleichung seiner Schulden in Zahlung genommen hatte. Und dieser Wavy - coated- Rüde wurde 1868 mit einer Tweed- Water- Spaniel - Hündin namens "Belle" verpaart. Diese wasserbegeisterten Spaniels waren als sehr ausdauernde und gute Apportierhunde bekannt. In den nun folgenden 20 Jahren wurden die Nachkommen von "Nous" und "Belle" mit weiteren Wavy- coated- Retrievern und Tweed- Water- Spaniels gekreuzt, außerdem mit Irish Settern und einem sandfarbenen Bluthund. Nach und nach entwickelte sich daraus ein Hund mit einem sehr gefälligen Äußeren und spezifischen, für die anspruchsvolle "Arbeit nach dem Schuss" erforderlichen Eigenschaften. Bei der Wasserarbeit ist der Retriever in seinem Element, aber auch in Feld und Flur ist er unschlagbar: Ein verlässlicher, nervenstarker, ausdauernder Sucher und ein eifriger, durch nichts ablenkbarer Apporteur. Auch heute ist der Golden Retriever bei den Jägern ein geschätzter Begleiter. Da er bei der Jagd mit anderen Hunden zusammenarbeiten muss, wird auf sein sanftes Wesen und Verträglichkeit mit Artgenossen besonders Wert gelegt. Jegliche Form von Aggressivität, Kampftrieb, Ängstlichkeit und Nervosität sind unerwünscht. Der Golden Retriever besticht durch seinen ausgeprägten Willen zum Gehorsam ("will to please") und seine Leichtführigkeit. Er ist temperamentvoll und trotzdem sehr anpassungsfähig. Nicht zuletzt verdankt er diesen Wesensmerkmalen seine große Beliebtheit auch als Familienhund. Man kann wirklich behaupten, dass der Golden Retriever weltweit zu den beliebtesten Hunderassen zählt. Allerdings keine, die Schlagzeilen macht. Er ist weder der größte, noch der schwerste. Er ist nicht der schnellste und auch nicht der mutigste. Dennoch mischt er überall mit: Als zuverlässiger Blindenführhund, als unbestechlicher Schnüffler für Zoll und Kripo. Als Lawinen- und Sprengstoffsuchhund und nervenstarker Retter von Erdbebenopfern und als Spezialist unter den Jagdhunden. Nur unter den Schutzhundeanwärtern wird man ihn vergeblich suchen. Dazu fehlt ihm einfach die Schärfe, denn ein bissiger Retriever ist kein Golden Retriever ! |
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FCI-Standard 24.Juni 1987 Übersetzung: Uwe H. Fischer/November 1987 |
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Ursprungsland: |
Grossbritannien |
| Allgemeines Erscheinungsbild: |
Symmetrisch, harmonisch, lebhaft, kraftvoll, ausgeglichene Bewegung; kernig bei freundlichem Ausdruck. |
| Charakteristika: |
Wille zum Gehorsam, intelligent mit natürlicher Anlage zum Arbeiten. |
| Wesen: |
Freundlich, liebenswürdig und zutraulich |
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Kopf und Schädel: |
Ausgeglichen und wohlgeformt; breiter Oberkopf, ohne grob zu sein, gut auf dem Hals sitzend, kräftiger, breiter und tiefer Fang. Fang von annähernd gleicher Länge wie der Schädel, ausgeprägter Stop. Nase schwarz. |
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| Augen: |
Dunkelbraun, weit voneinander eingesetzt, dunkle Lidränder |
| Behang: |
Mittelgroß, ungefähr in Höhe der Augen angesetzt |
| Gebiss: |
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. |
| Hals: |
Von guter Länge, trocken und muskulös. |
| Vorhand: |
Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen, Schultern gut zurückliegend, langes Schulterblatt bei gleicher Oberarmlänge, dadurch gut unter den Rumpf gestellt. Ellenbogen gut anliegend. |
| Gebäude: |
Ausgeglichen, kurz in der Lendepartie, mächtiger Brustkorb. Rippen tief und gut gewölbt, gerade obere Linie. |
| Hinterhand: |
Lende und Läufe kräftig und muskulös. Unterschenkel von guter Länge, gut entwickelte Kniegelenke. Tiefe Sprunggelenke, die von hinten betrachtet, gerade sind, nicht ein- oder ausdrehend. Kuhhessigkeit im höchsten Maße unerwünscht. |
| Pfoten: |
Rund, Katzenpfoten |
| Rute: |
In der Höhe der Rückenlinie angesetzt und getragen, bis zu den Sprunggelenken reichend. Ohne Biegung am Rutenende. |
| Gangart/Bewegung: |
Kraftvoll mit gutem Schub. Gerade und paralell in Vor- und Hinterhand. Vortritt ausgreifend und frei, dabei in der Vorhand ohne Zeichen des Steppens. |
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Haarkleid: |
Glatt oder wellig mit guter Befederung; dichte wasserabstossende Unterwolle.
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Farbe: |
Jede Schattierung von gold oder cremefarben, weder rot noch mahagoni. Einige wenige weiße Haare, allerdings nur an der Brust, sind zulässig. |
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Größe: Schulterhöhe: |
Rüden 56 - 61 cm Hündinnen 51 - 56 cm |
| Fehler: |
Jeder Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. |
| Anmerkung: |
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrottum befinden. |
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